Feste Verankerung Ihres Zahnimplantates

Aufgrund von Zahnbetterkrankungen wie Parodontitis, dem längeren Fehlen eines oder mehrerer Zähne, oder fortgeschrittenem Alter kann es zu Knochenabbau oder Knochenschwund in Ihrer Kieferknochenstruktur kommen. Dadurch ist es nicht mehr möglich, das Implantat sicher und fest im Kieferknochen zu verankern. Der Knochenaufbau bewirkt, dass das Knochenwachstum wieder angeregt und einem weiteren Abbau des Knochens entgegengewirkt wird. Ein ausreichend hoher und dicker Kieferknochen ist eine Voraussetzung für das erfolgreiche Einsetzen der Zahnimplantate.

Unter Knochenaufbau - auch Augmentation genannt - versteht sich ein kieferchirurgischer Eingriff, der an verschiedenen Stellen im Mund (Ober- und Unterkiefer, Front- oder Seitenzahnbereiche) erfolgen kann. Die Wahl des Aufbauverfahrens hängt von der Art des Knochenmangels sowie der betroffenen Stelle im Kiefer ab. Wenn nur ein kleiner Knochendefekt besteht, ist es möglich, die Augmentation gleichzeitig mit der Implantation durchzuführen. Beim Fehlen größerer Substanz erfolgt zunächst der Knochenaufbau separat. Nach der Einheilzeit von drei bis sechs Monaten kann dann Ihr Implantat eingesetzt werden. 

Bei Knochenaufbaumaßnahmen empfehlen wir Ihnen dringend, sich von spezialisierten Zahnärzten (Fachzahnärzte für Oralchirurgie) behandeln zu lassen, die alle Verfahren im Zuge einer langjährigen Weiterbildung erlernt haben und beherrschen.

In unserem Zahnzentrum ist Dr. Tim J. Feige Ihr kompetenter Ansprechpartner. 

Methoden des Knochenaufbaus

Die Wahl des geeigneten Verfahrens zum Knochenaufbau des Kiefers treffen wir immer in Abhängigkeit Ihrer individuellen Zahn- und Knochensituation sowie Ihrer persönlichen Bedürfnisse und Wünsche. Für den erfolgreichen Knochenaufbau gibt es mehrere Methoden. Bei allen ist jedoch das Ziel, die Schwachstelle in Ihrem Kieferbereich wieder gut mit verträglichen Materialien aufzufüllen und den Körper zum neuen Wachstum von Knochensubstanz anzuregen.

Sinuslift

Der Sinuslift dient der Verdickung eines zu dünnen Kieferhöhlenbodens und führt dazu, dass weiterem Abbau des Knochenmaterials entgegengewirkt und neues Wachstum wieder angeregt wird. In einem minimalinvasiven Eingriff durch die Mundhöhle wird die Schleimhaut zwischen dem Kieferknochen und der Nasennebenhöhle (Schneider’sche Membran) angehoben und ein kleiner Hohlraum erzeugt, welcher mit Knochenersatzmaterial und/oder Eigenknochen aufgefüllt wird. Nach der Einheilphase ist der Knochen wieder stabil genug, um eine Implantation durchzuführen. 

Bei diesem Eingriff unterscheidet  man zwischen internem und externem Sinuslift. Der interne Sinuslift kann bei leichten Knochendefiziten (bis max. 2 mm fehlender Knochenhöhe) eingesetzt werden. Bei größerem Fehlen von Knochenmaterial ist der externe Sinuslift angebracht. 

Bonespreading / Knochendehnung

Beim Bonespreading wird der Kieferkamm mit Hilfe von Bohrern präpariert, um die Kieferknochenplatte nach außen zu dehnen. In den entstehenden Spalt kann dann Knochenersatzmaterial oder Eigenknochen eingebracht werden. Diese Methode kommt vor allem bei relativ weicher Konsistenz des Oberkieferknochens zum Einsatz. 

Bonesplitting / Knochenspreizung

Ist der Kieferknochen zu schmal, um eine erfolgsversprechende Knochendehnung durchzuführen, kann eine Knochenspreizung Erfolg bringen. Dabei wird der zu schmale Knochen in ein inneres und äußeres Blatt gespalten, um Platz für die einzubringenden Implantate zu schaffen. 

Knochenblocktransplantate

Ist im Kiefer nicht genug Kieferknochen vorhanden, kann dieser durch das Setzen eines Eigenknochentransplantates wieder aufgebaut werden. Ein größeres Knochenstück wird von anderer Stelle (meist Unterkieferseitenzahnbereich) entnommen und dann mit Hilfe von kleinen Schrauben am Zielort fixiert. Ein tolles Ergebnis sowie schnellere Wundheilung, fast ausbleibende Schmerzen sowie deutliche Schwellungsreduktion bringt hier das zusätzlich in unserer Praxis verfügbare PRGF-Verfahren. 

Die von uns verwendete Technik der Knochenblocktransplantate nach Khoury ist die sicherste und schonendste Technik des Eigenknochenaufbaus und wird bei uns nicht nur wöchentlich erfolgreich durchgeführt, sondern auch in Referententätigkeit gelehrt.

Materialien beim Knochenaufbau

Für den Knochenaufbau gibt es heute viele Materialien. Es kann Ihr körpereigener Knochen, künstliches (synthetisch hergestelltes) Knochenersatzmaterial - z.B. aus Keramikstrukturen - oder natürliches Knochenersatzmaterial (aus tierischem Knochen- und Bindegewebe oder vegan mit aufbereiteten Braunalgen) zum Aufbau verwendet werden. Die Verwendung der Materialien ist abhängig vom jeweiligen Grad des Knochenschwundes. Wir beraten Sie selbstverständlich im Vorfeld und klären die für Sie am besten geeignete Variante mit Ihnen ab. 

Risiken

Der Kieferknochenaufbau ist regulär nur mit wenig Risiko verbunden und gut für den Patienten verträglich. Ein geringes Restrisiko, z.B. dem Auftreten von Entzündungen oder Infektionen, besteht allerdings wie bei jedem medizinischen Eingriff. Auch kann es sein, dass das Knochenersatzmaterial nicht richtig mit dem natürlichen, noch vorhandenen Knochen im Kiefer verwächst und schlimmstenfalls wieder entfernt werden muss. Sie können sich aber sicher sein, dass wir Sie in unserem Zahnzentrum mit maximaler Erfahrung in modernen Eingriffsräumen und unter absolut hygienischen Bedingungen behandeln. Die von uns verwendeten Materialien sind sicher und infektionsarm. Auch nach dem Eingriff betreuen wir Sie weiter und unterstützen Sie während dem Heilungsprozess mit Rat und Tat. 

 

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